Hunde

two Australian Shepherds play together

Chiropraktik ist eine sanfte, gezielte und effektive Behandlungsweise.
Sie kann die freie und schwungvolle Beweglichkeit Ihres Hundes mit kleinen manuellen Impulsen wiederherstellen, wenn die vorhandenen Defizite auf Blockaden der Wirbelgelenke beruhen.

Segmentale Dysfunktionen (Blockaden) der Wirbelgelenke können zahlreiche Ursachen haben:
Neben Sport- und Spielverletzungen kommen einseitige Be- oder Überlastungen und Mikrotraumata durch Halsband oder Geschirr in Frage. Korrekturen über die Leine sind Stress für die Wirbelsäule und die Gelenke. Auch lange Transporte, Narkosen in unphysiologischer Haltung oder schwere Geburten stellen eine enorme Belastung für die Wirbelsäule und das Becken dar.
Ebenso entstehen Blockaden sekundär durch Schonhaltung nach länger anhaltenden Lahmheiten.
Aus diesem Grund ist eine chiropraktische Behandlung in der Rehabilitationsphase besonders sinnvoll.
Eine die Schmerztherapie begleitende chiropraktische Behandlung ist bei chronischen Erkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogengelenksdysplasie, Cauda Equina Syndrom oder Spondylosen empfehlenswert, um Folgeschäden zu vermeiden und die nicht betroffenen Bereiche der Wirbelsäule beweglich, locker und entspannt zu halten. Verspannungen und sekundäre Blockaden schränken die Lebensqualität eines älteren Hundes häufig mehr ein als die ursächliche Erkrankung. Chiropraktik kann erheblich zur Schmerzlinderung beitragen, auch wenn die strukturellen Veränderungen des Hundekörpers nicht rückgängig zu machen sind.
Darüber hinaus können Blockaden die Ursache für einige Erkrankungen sein, die trotz gründlicher schulmedizinischer Diagnostik und Behandlung immer wiederkehren oder nicht vollständig ausheilen. Dazu zählen rezidivierende Ohren- oder Analdrüsenentzündungen sowie Harn- und Kotinkontinenz.

Sport- und Arbeitshunde sind je nach Disziplin besonderen Belastungen ausgesetzt. Zum Beispiel können Slalomstangen an den Rippen  von Agilityhunden zu Blockaden führen. Schlittenhunde sind durch die einseitige Belastung im Zuggeschirr gefährdet. Beim Flyball oder Discdogging werden Sprünge und enge Wendungen verlangt, die die Wirbelsäule in Mitleidenschaft ziehen können. Jagdhunde und Rettungshunde sind oft auf unwegsamem Gelände unterwegs und müssen Hindernisse und Gräben überqueren. Das Tragen eines schweren Gewichts im Maul kann die Gelenke des Genicks und Kiefers beeinträchtigen. Um schleichenden Veränderungen und sekundären Blockaden vorzubeugen und damit ein freies Schwingen der Wirbelsäule zu gewährleisten, empfehle ich Hundesportlern, Ihre Tiere einmal jährlich vorbeugend chiropraktisch untersuchen zu lassen. Das dient nicht nur der Gesundheit Ihres Hundes, sondern kann auch dessen sportlichen Erfolg durch perfekten Muskelaufbau und optimale Leistungsfähigkeit verbessern.

Einen Hinweis auf die Notwendigkeit einer chiropraktischen Untersuchung geben Ihnen neben den oben genannten Indikationen folgende Veränderungen oder Einschränkungen:
– Bewegungsunlust, Spielunlust
– eingeschränkte Leistungsfähigkeit
– abnehmendes Lauftempo
– Vermeidung von Sprüngen
– Unlust, Treppe zu laufen
– ungewöhnliche Haltung, z.B. „Puppy-Sitting“
– verändertes Gangbild, z.B. Passgang
– schräges Laufen oder Laufen in drei Spuren
– Schleifen der Zehen
– übermäßiges Abschleifen der Krallen
– Schmerzäußerungen beim Hochheben
– Verhaltensänderungen

Sollten Sie eine der hier genannten Veränderungen an Ihrem Hund feststellen, ist eine chiropraktische Untersuchung anzuraten.

Akute Lahmheiten oder schmerzhafte Veränderungen des Rückens, des Beckens oder der Muskulatur sollten vor einer chiropraktischen Behandlung schulmedizinisch abgeklärt werden.
Ich arbeite gern mit Ihrem Tierarzt zusammen und überweise Ihren Hund selbstverständlich nach einer Behandlung zurück.